Selbstcoaching

Beim Coaching gibt es einen Coach und seinen Klienten, den Coachee. Diesen begleitet der Coach durch eine Mischung aus Beratung, Feedback und Training bei der Selbstreflexion. Diese ist vom Klienten gewünscht, um sich weiter zu entwickeln.
Selbstcoaching heißt: Du erwirbst selbst die notwendigen Fertigkeiten, um Dich weiter zu entwickeln und an einer Verbesserung Deiner Lebenssituation zu arbeiten.
Coaching ist im Prinzip für alle möglichen Bereiche anzuwenden – auch wenn es um Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, Ernährungsberatung, Konfliktmanagement oder anderweitige Themen im Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung geht. Nach einer Definition von Roland Jäger (Coach für Führungskräfte und Unternehmensberater) ist Selbstcoaching die „selbsteingeleitete Analyse und Optimierung der persönlichen Kompetenz für sich selbst und in Kontakt mit anderen auf der Beziehungsebene und Verhaltensebene“. Dabei geht das Selbstcoaching über das reine Selbstmanagement hinaus und integriert alle bewussten und unbewussten Energiepotentiale, die in jedem Menschen vorhanden sind.
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Coaching:

Was ist Coaching und wann ist Coaching hilfreich?

Coaching ist die durch einen Experten (nämlich den Coach) angeleitete Veränderung des eigenen Verhaltens und Erlebens auf der Basis von Selbstbeobachtung und Selbstreflexion.

oder ausführlicher:
„Coaching ist ein interaktiver und personenzentrierter Begleitungsprozess, der berufliche und private Inhalte umfassen kann. Im Vordergrund stehen die berufliche Rolle bzw. damit zusammenhängende aktuelle Anliegen des Klienten.“ „Interaktiv“ bedeutet, dass im Coaching keine Dienstleistung am Klienten vollzogen wird, sondern Coach und Klient gleichermaßen gefordert sind und auf gleicher „Augenhöhe“ zusammenarbeiten. Ein Beziehungsgefälle ist unerwünscht. Dem Klienten wird keine Verantwortung abgenommen.“

(Christopher Rauen)

Der Begriff „Coaching“ kommt aus der Arbeitswelt und beschreibt die Arbeit an der Weiterentwicklung der eigenen beruflichen Fähigkeiten sowie insgesamt an der Persönlichkeitsentwicklung mit Hilfe eines Coaches. Die Aufgabe des Coaches ist dabei, mit Dir die für Dich bedeutsamen Ziele zu entwickeln und Dich auf Deinem Weg zu unterstützen – Du selbst entscheidest über die nächsten Entwicklungs- und Wachstumsschritte. Der Coach ist dabei Sparringspartner, hält Dir den Spiegel vor und stellt Dir die richtigen Fragen, die Dich in Deiner Entwicklung weiterbringen.

Coaching ist dann hilfreich und sinnvoll, wenn Du feststellst, dass Du mit eigenen Mitteln nicht mehr weiterkommst und den Blick und gelegentlich auch den Anschub von außen brauchst.

Wie geht Selbstcoaching?

Ganz einfach:

  • Ich liefere Dir das Material und das Expertenwissen
  • Du suchst Dir die Informationen und die Hilfen heraus, die für Dich in diesem
    Moment relevant sind und setzt sie um.

Der Kern, der eigentliche Selbstcoaching-Anteil an dieser Arbeit ist, dass Du Dich
selbst immer wieder nach bestimmten Strukturen beobachtest und Dein Verhalten,
Deine Gefühle und Deine körperlichen Zustände protokollierst. Auf diese Weise
kommst Du in die Rolle, Dir quasi selbst Feedback geben zu können.

Selbstcoaching - wohlersein.de

Psychotherapie

Was ist Psychotherapie und wann ist Psychotherapie hilfreich?

Psychotherapie ist definiert als Heilbehandlung – ein Experte (Psychotherapeut) nutzt sein heilkundliches Wissen, um gemeinsam mit dem Patienten eine Linderung der Krankheitssymptome bzw. eine Heilung von einer Erkrankung zu erreichen.

Psychotherapie ist notwendig, wenn Du nicht über die notwendigen Ressourcen, Kraft oder das notwendige Maß an psychischer Stabilität verfügst, um Dir mithilfe des Expertenwissens selbst zu helfen, und wenn es um eine Erkrankung geht. Man könnte auch sagen: Wenn Du psychisch erkrankt bist. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Du aufgrund Deiner Ängste nicht mehr Deiner Arbeit nachgehen oder Deine Aufgaben innerhalb der Familie übernehmen kannst, oder wenn Du so schwerwiegend beeinträchtigt bist, dass Du Dich schon weitgehend aus Deinem Freundeskreis oder Deiner Familie zurückgezogen hast. Weitere Informationen findest Du auch hier.

Übrigens: Die ersten 4 Sitzungen heißen „probatorische Sitzungen“. Sie werden in jedem Fall auch ohne weitere Beantragung von der Krankenkasse finanziert (Du musst lediglich Deine Versichertenkarte vorlegen und benötigst noch nicht einmal eine Überweisung) und dienen dazu, dass Du prüfen kannst, ob Du Dich bei dem Therapeuten in guten Händen fühlst. Die Chemie muss stimmen und es ist wichtig, dass Du Vertrauen aufbauen kannst. Sollte es sich nicht richtig anfühlen, hast Du das Recht, noch weitere Therapeuten „auszuprobieren“ – auch parallel.

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Wie finde ich den passenden Psychotherapeuten?

Solltest Du zu dem Ergebnis kommen, dass Du lieber (ggf. auch zusätzlich) psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen möchtest, so musst Du Dich leider auf eine längere Prozedur gefasst machen: Die Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz betragen in Deutschland aktuell (2019) im Schnitt 20 Wochen; in ländlichen Regionen sind sie zum Teil mehr als doppelt so lang.

Du hast unter anderem folgende Möglichkeiten:

  •  Gehe auf die Seite www.psych-info.de und suche nach zugelassenen Therapeuten in Deiner Nähe. Ich empfehle Dir, bei einer Angsterkrankung nach einem Verhaltenstherapeuten zu suchen.
  • Wende Dich an die Terminservicestelle der kassenärztlichen Vereinigung Deines Bundeslandes (findest Du im Netz): Dort wird Dir ein niedergelassener Therapeut vermittelt, der Dir innerhalb von maximal 2 Wochen einen Termin für eine sogenannte Psychotherapeutische Sprechstunde anbietet. Diese dient dazu, abzuklären, ob eine Psychotherapie das angemessene Mittel der Wahl ist und ob ggf. noch andere, körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.
  • Telefoniere die niedergelassenen Therapeuten in Deiner Umgebung ab: Alle haben telefonische Sprechzeiten, zu denen sie (oder ihr Sekretariat) zu erreichen sein müssen. Lass Dich bei mindestens 5 Therapeuten auf die Warteliste setzen.
  • Hake mindestens alle 4 Wochen nach und frage so lange nach, bis Du eine Zusage für einen Therapieplatz hast.